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Wohnungsneubau Sintstraße

Zum Profil von happysailing
Eingereicht: 27. Mai 2015 in Hafen - Wohnen & Leben von happysailing geschlossen 18. August 2015 von Mein Linz
Auch wenn die Häuser unter Denkmalschutz stehen ist es eine Schande sie verfallen zu lassen und nichts zu tun.
Es hätte auch gereicht ein Haus stehen zu lassen und anderwärtig zu nutzen.
Ich bin jedenfalls dafür endlich neue Häuser und leistbare Wohnungen zu schaffen !

aktuelle Adresse: Sintstraße 11

    5 Kommentare

  • Kommentiert: 28. Mai 2015 von GWG Stadler (eine/ein Expertin/Experte in Wohnen & Leben)
    Die GWG würde sehr gerne etwas damit machen und ein qualitativ hochwertiges Wohnprojekt entwickeln. Wenn wir aber die Auflagen des Denkmalamtes zu 100% erfüllen müssen, gehen sich keine günstigen Mieten aus. Wenn wir also einen Kompromiss mit dem Denkmalamt  ähnlich wie in der Fröbelstraße finden könnten, könnte etwas Bewegung in die Sache kommen. Wir sind ohnehin bereits in Gesprächen mit dem Denkmalamt. Da müssen wir aber noch etwas Geduld haben.
    Ich habe auch schon eine Idee, wie man eines der Häuser nutzen könnte: Die Einrichtung eines Wohnmuseums. Dann wäre die Kulturmeile zwischen Lentos und Hafen um eine Attraktion reicher.
  • Kommentiert: 11. Juni 2015 von lentos benthos Bearbeitet 11. Juni 2015 von lentos benthos
    Die Sintstraße wurde in den Jahren der Zwischenkriegszeit als Arbeitersiedlung errichtet und von Stadtbaumeister Curt Kühne geplant. Eine besondere Leistung in schwierigen Zeiten. Seit Jahrzehnten wurde die Sintstraße von der Stadt im Stich gelassen. Ohne Denkmalschutz dieser historischen Anlage wäre hier schon vieles platt gemacht, die Geschichte der Häuser und der wertvolle Grünraum verloren gegangen. Die Frage ist ob der Denkmalschutz auf das Ensemble ausgelgt ist, bzw. wie im Detail aussieht. Einige Menschen in meinem Umfeld könnten sich vorstellen in den Häusern zu wohnen- im Inneren der Häuser könnte man Zimmer zu einer größeren Wohnung zusammen legen. Es gäbe sicher Möglichkeiten eine Wohbauförderung für Sanierung vom LAnd gengehmigt zu bekommen....um auch ein günstigeres Wohnen zu gewährleisten..

    Meine Ideen dazu wären:

    - endlich einen internat. Arch. Wettberwerb auszuschreiben--> Denn diese Siedlung ist einzigartig in Europa.
    - eine Mischnutzung
    - Entwürfe der Kunstuni ernst nehmen, ein Konzept einer Studentin wurde vom Denkmalamt als umsetzbar deklariert.
    - Künstleratelliers
    - Regionaler Nahversorger "Greisslerei" mit frischen biologisch produzierten Waren in einem der Häuschen unterbringen.
    - MUSEUM "Curt Kühne" in 2-3 Häusern... Skizzen, Modelle, Photos, Pläne der Stadtplanung von Kurt Kühne;
       mit Aufarbeitung der Linzer Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit. Architektur zum Begreifen, zum Anfassen. Kurt Kühne hat in Linz einiges gebaut:
          u.a. das PARKBAD; die VOLKSKÜCHE; die DIESTERWEGSCHULE.... hier könnte sich Linz kulturell neu im Hafen positiionieren! Längst fällig!
        Könnte auch als WOHNMUSEUM lt. Stadler kombiniert werden.
    - Qualität der Freiräume, alter Baumbestand unbedingt beibehalten.

    TIP:
    Interviews rund um die Sintstraße im aktuellen Hafenmagazin Treib.Gut: http://issuu.com/lentosbenthos/docs/treibgut_ausgabe4_lowres
    • Zum Profil von Ingrid Gutenbrunner
      Beantwortet: 21. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner
      Lieber Lentos Benthos,

      heute habe ich die Siedlung in der Sintstraße persönlich vor Ort in Augenschein genommen. Beim Spaziergang rund um die Siedlung ist mir die Ruhe dieser Gegend besonders aufgefallen. Vielleicht liegts aber auch daran, dass Sonntag ist. Die Siedlung erweckt aber innsgesamt einen eher verlassenen und heruntergekommenen Eindruck. Da die Häuschen im Großen und Ganzen eigentlich gleich aussehen, würde es als Denkmal an den Erbauer reichen, nur 2 -3 stehen zu lassen, ganz nach deinen Vorschlägen. Auf dem Rest des ausgesprochen großen Areals könnte ich mir Neubauten vorstellen, die nicht zu hoch ausfallen (nur max. 3 - 4 Stockwerke) und ebenfalls im aufgelockerten Baustil. Das würde auch die Qualität der Grünflächen aufnehmen, die die Besonderheit dieses Areals ausmacht und die neue Siedlung erheblich aufwerten. Einfach einen lieblosen Häuserblock in Quaderform hinstellen - bitte nicht!

      LG,
      Ingrid
  • Zum Profil von Ingrid Gutenbrunner
    Kommentiert: 16. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner Bearbeitet 16. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner
    Hallo,

    Alte Bauten sind zwar sehr geschichtsträchtig und aus kultureller und architektonischer Sicht zweifelsohne erhaltenswert! Jedoch sind die Anforderungen an die Wohnqualität betreffend Schallschutz, Heizung, Wärme- und Raumbedarf, Energieoptimierung zu Recht erheblich gestiegen. Diese alten Gemäuer sind beim Schallschutz den neuen Bauten deutlich unterlegen. Besonders die Zwischengeschoßdecken sind häufig nur verkleidete Holzbalkendecken. Da hört man jeden Schritt der Nachbarn! Das kann bei unterschiedlichen Lebensmodellen doch sehr nervig sein. Die ungedämmten Außenwände sind kalt, oft auch feucht. Das nimmt man auch im "Raumklima" wahr - es ist unangenehm. Feuchte Wände neigen zur Schimmelbildung, was eine Gesundheitsgefährdung darstellt. Heizung: heutiger Standard sind Fußboden- oder besser noch Wandheizungen. Das wirkt sich durch den höheren Strahlungswärmeanteil positiv auf das Raumklima aus (die Lufttemperatur kann niedriger sein weil das Wärmeempfinden durch die Strahlung positiv beeinflusst wird, was wiederum für die Atemwege besser ist). Die entstehende Luftzirkulation mit dem Verschwelen von Staub auf den üblichen Heizkörpern entfällt. Noch angenehmer sind Kachelöfen wegen des sehr hohen Anteils an Strahlungswärme, das ist aber in größeren Siedlungen wohl kaum realisierbar, auch die Außenluftbelastung durch den Hausbrand bei dieser Dichte nicht tragbar. Nicht zu denken an die veraltete Wasserinstallation - Rohre sind oft noch bleihaltig!
    Deshalb bin ich für ein teilweises Erhalten dieser Häuser zur NICHTwohnnutzung (Bsp. Wohnmusem s. oben) und besonders die Grünflächen sollten großteils als Lebensraum erhalten bleiben. Für die Wohnnutzung ist sicher ein Neubau nach heutigem Standard klüger. Aber bitte mit alternativem Wärmedämmverbundsystem anstatt des Styropors! Dickere Wände garantieren auch eine höhere Wärmespeicherkapazität - kühlt langsamer aus und erhitzt sich nicht so schnell - beides ist besonders in der Stadt wünschenswert. Es könnte die Neuplanung auch für eine optimierte alternative, gesunde Bauweise als Vorzeigeprojekt genutzt werden. Fassadenbegrünungen, begrünte Dächer, als Ausgleich für die verbaute Grundfläche. .... . Stichworte: Baubiologie und Green Buildings.

    Ingrid Gutenbrunner
  • Kommentiert: 16. Juni 2015 von GWG Stadler (eine/ein Expertin/Experte in Wohnen & Leben)
    Besser wäre es, den Denkmalschutz auf die dafür notwenigsten Objekte zu beschränken, diese dann in der Folge auch kulturell zu nutzen und die restlichen Flächen mit dem Umfeld angepassten und darauf Rücksicht nehmenden Wohnbauten zu ergänzen.
  • Zum Profil von Ingrid Gutenbrunner
    Kommentiert: 18. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner Bearbeitet 20. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner
    Mir ist noch etwas eingefallen, um vielleicht jene Häuser mit der schönsten Fassade erhalten UND als Wohnfläche nutzen zu können:

    Ich glaube, dass es möglich ist, ein Haus im Haus zu bauen und dadurch auch schon die Dämmung zu erreichen, weil die alte Gebäudehülle mit Abstand zum neuen Innenleben schon für die Dämmung sorgt. Wenn darauf geachtet wird, dass es nicht zur Kondensation von Feuchtigkeit kommt, kann hier sicher ein gutes Raumklima mit guten Dämmwerten erreicht werden. Oder Glasummantelung wäre doch auch möglich?
    Dadurch kann innen nach heutigem Standard gebaut werden, während die schöne und erhaltenswerte Außenhülle bleiben kann?! Ich bin mir bewußt, dass das eine teure Liebhaberei wäre, aber vielleicht doch eine Möglichkeit etwas vom alten Bestand zu erhalten UND nutzbar zu machen.

    Geben tut es soetwas zumindest beim Neubau.

    http://www.bauratgeber-deutschland.de/hausbau-ratgeber/hausbau-baustoffe/architektur-und-baustile/1126-prinzip-haus-im-haus
    "Die Bio-Solar-Haus GmbH setzt auf ein alternatives „Haus-im-Haus“-Bauprinzip. Unter einer teilweise verglasten Wetterschutzhülle steckt ein effizient wärmegedämmtes Innenhaus, das durch das Tageslicht erwärmt wird. Bei diesem „Treibhausprinzip“ können alle von den Bewohnern produzierten Dämpfe und Gerüche selbstständig durch die wasserdampfdurchlässige Hülle des Innenhauses entweichen, ohne zu Tauwasser zu kondensieren. Daher kommt diese Form des Energieeffizienzhauses ohne Dampfsperren und künstliche Lüftung aus."

    LG,
    Ingrid
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