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Die Häuser an der Sintstraße - Denkmal soll Denkmal bleiben!

Eingereicht: 12. Juni 2015 in Hafen - Wohnen & Leben von BenutzerIn (gelöscht) geschlossen 18. August 2015 von Mein Linz
Hmm... :(( Ich finde, wir müssen dafür etwas tun und zwar dringend!!

<<Ausgangslage: Das Hafenviertel ist keine klassische Wohngegend. Vom Winterhafen über die nördliche Industriezeile bis zum Bereich Sintstraße und Posthof dominieren jedoch Mehrparteien- und Einfamilienhäuser. Besonders die AnrainerInnen an der Industriezeile müssen an den Werktagen mit PendlerInnen- und LKW-Verkehr leben. Grünflächen sind generell im Hafen aufgrund der Dominanz von Betrieben eher spärlicher vorhanden. Ausnahmen sind dabei die Donau-Uferbereiche und die Sintstraße.>> bzw <<Ziel: Im Wohnbereich liegt vor allem in der künftigen Nutzung der Sintstraße das größte Potenzial. Das Areal samt den zum Teil denkmalgeschützten Häusern ist Eigentum der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG. Die Naherholungsbereiche an den Dammanlagen werden in Zukunft sicher noch stärker genutzt werden...>> Sieh ->(https://www.meinlinz.at/index.php?qa=WohnenLeben)

Ja genau, wie man auf die Stadtkarte  siehen kann, sind die Grünflächen im Hafen, sowie auch in Innere Stadt, Bulgariplatz, Spallerhof, Kaplanhof und Franckviertel sehr spärlich vorhanden!! Also, warum nicht auch die Sintstraße mit neue Häuser dicht verbauen?!? ^^ Wer braucht schon Grünflächen?!? :(

"Die GWG würde sehr gerne etwas damit machen und ein qualitativ hochwertiges Wohnprojekt entwickeln. Wenn wir aber die Auflagen des Denkmalamtes zu 100% erfüllen müssen, gehen sich keine günstigen Mieten aus. Wenn wir also einen Kompromiss mit dem Denkmalamt  ähnlich wie in der Fröbelstraße finden könnten, könnte etwas Bewegung in die Sache kommen. Wir sind ohnehin bereits in Gesprächen mit dem Denkmalamt. Da müssen wir aber noch etwas Geduld haben... " - laut einen Kommentar von Hr."GWG Stadler", sieh -> (https://www.meinlinz.at/?qa=80/wohnungsneubau-sintstra%C3%9Fe)

Ja, super, "endlich neue Häuser und leistbare Wohnungen"! ^^ Nur noch ein bisschen Geduld und "unser Traum" wird wahr werden...

Und wie ich hier weiter lese, es wird wirklich wahr werden... :(( Sieh -> (https://www.meinlinz.at/index.php?qa=WohnenLeben)

"Vorgabe: Einige Rahmenbedingungen gelten für die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten im Wohnbereich der Hafencity: Der Flächenwidmungsplan sieht reine Wohnbereiche nur an der Sintstraße vor. Am Winterhafen ist eine Mischnutzung möglich.
Das örtliche Entwicklungskonzept sieht entlang der Donau im Bereich Winter- und Yachthafen beziehungsweise Modellflugplatz einen Grüngürtel vor...
Auch der Denkmalschutz spielt bei der Wohn-Thematik am Hafen eine Rolle. Die Häuser an der Sintstraße aus den 1920er-Jahren und der Fünfundzwanziger-Turm an der Gallanderstraße aus den 1830er-Jahren stehen unter Schutz."

Hier noch mehr Infos für euch:
1.) "Grünland" -> (http://www.linz.at/zahlen/010_Stadtgebiet/015_Flaechen/GRUENWALD14.html )
2.)  "Bauland" -> (http://www.linz.at/zahlen/010_Stadtgebiet/015_Flaechen/BAULA14.html )
3.) "Verkehrsflächen" -> (http://www.linz.at/zahlen/010_Stadtgebiet/015_Flaechen/VERKF14.html)
4.) "Denkmal/Arbeiterhäuser" -> (http://www.linz.at/archiv/denkmal/Default.asp?action=denkmaldetail&id=1999)
5.) "Standort im Stadtplan" -> (http://doris.ooe.gv.at/viewer/(S(i0ivoaw2gc2zb2d4l0yimjka))/init.aspx?hotspot=alk|stadtplan|1:3000|72341|353651|hotspot3.gif|Arbeiterh%C3%A4user)

Und gleich auch eine Idee von "lentos benthos", die uns zeigt wie diese Häuser genutzt werden können, sieh -> (https://www.meinlinz.at/?qa=283/quartiermuseum-curt-k%C3%BChne)

aktuelle Adresse: Sintstraße 3

    1 Kommentar

  • Zum Profil von Markus
    Kommentiert: 12. Juni 2015 von Markus
    Ok,  ich setze meinen Kommentar hier noch mal leicht überarbeitet rein.

    "Sie haben uns ein Denkmal gebaut... "

    Die verlinkten drei Stadtkarten sagen nur aus das es sich hier (Hafenviertel) um eine städtische Kernzone hoher Dichte handelt. D.h. auch: Platz ist besonders kostbar und eine gewisse Dichte der Verbauung wünschenswert. Auch ist zweifelhaft ob dort der richtige Platz ist halbe Stadtteile zu konservieren - dort wollen und sollen Menschen leben. Und diese werden auch nicht mit veralteten Substandard-Wohnungen in der Sintstraße froh. Wohnen im Museum ist weniger cool als es sich anhört.

    Hier zwei kritische Artikel/Kommentare zu Prinzipien der Stadtentwicklung, auf die du vielleicht anspielst (du scheinst ja aus den Stadtkarten ein Defizit abzuleiten,  hinsichtlich Grünraum und so):

    "Die Kompaktheit und Dichte der Städte darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Wer die Nachhaltigkeit und den ökologisch-klimatischen Ausgleich auf seine Fahnen schreibt, muss sich im Klaren sein, dass die Auflockerung der Städte gegen die übergeordneten ökologischen Einsparziele verstößt.

    Die aufgelockerte, durchgrünte Stadt ist eine Irrlehre des 20. Jahrhunderts, mit der die Städte, wie propagiert wurde, menschlicher gemacht, tatsächlich aber aufgelöst werden sollten. Man wollte Licht, Luft, Sonne in die Steinwüsten bringen und auf diese Weise gesunde, hygienische, ländliche Wohnverhältnisse herbeibauen. Die aus dem Geist der Hygiene und der "Volksgesundheit" erwachsene Idealvorstellung war löblich, in der Konsequenz aber ein Irrwitz. Dass das so ist, weiß man erst heute."

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article138062674/Wir-brauchen-gruene-Staedte-Was-fuer-ein-Unsinn.html

    Und warum ich immer von Verdichtung rede:

    "Nicht das Stadtgrün, sondern die städtische Dichte entscheidet darüber, wie viel Energie in einem Siedlungsgebilde gespart oder verpulvert wird.

    Im Vergleich zu Hongkong , der am höchsten verdichteten Stadt der Welt, ist der Ölverbrauch im lockerer bebauten Berlin dreimal so hoch, in den noch weiter ausufernden Städten Paris, Hamburg und Zürich sechsmal so hoch, im Siedlungsbrei von Melbourne zwölfmal und im durchgrünten Los Angeles 18-mal so hoch.

    Zu der Aufstellung von Herzog trägt Ribbeck selbst einen Aspekt bei, der die Bedeutung der Dichte unterstreicht: Mit 18 Millionen Einwohnern ist Mexiko Stadt eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt, mit 1300 Quadratkilometer Siedlungsfläche aber kaum größer als Berlin, das nur 3,5 Millionen Einwohner zählt. Dass sich aus einer solchen Verdichtung immense Einspareffekte ergeben, liegt auf der Hand."

    http://www.welt.de/kultur/article13809804/Gruene-Gartenstaedte-sind-ein-oekologisches-Desaster.html

    Der Trick ist urbane Räume hoher Dichte mit guter Lebensqualität und exzellenter Infrastruktur zu schaffen - letztere auch so das man mit Rad, Öffis oder nur dem Muskel-Skelettsystem viele relevante Ziele erreichen kann. Da sind all die kleinen Punkthäuschen, Niedrigbauten und veralteten Gebäudestrukturen eher ein Hindernis, speziell wenn sie an Brennpunkten der Stadtentwicklung verankert sind.

    Hat man so einen modernen urbanen Raum hoher Dichte, ergeben sich daraus Einsparungen was Fläche (weniger Zersiedelung, mehr intakte Naturräume!), Energie und Verkehr angeht. Daher: Stapeln was man stapeln kann, Bausubstanz erneuern und optimieren. Keine Tabus - Bauwerke überleben eh nur dauerhaft, wenn sie nützlich bleiben oder aus purem Zufall. Kein Denkmalschutz kann dauerhaft irgendwas schützen.
    • Beantwortet: 12. Juni 2015 von BenutzerIn (gelöscht) Bearbeitet 12. Juni 2015
      Danke für dein Kommentar, Markus! ls Brauche noch Zeit bis ich das alles durchlese und überdenke... Einiges über dieser Link (http://www.welt.de/kultur/article13809804/Gruene-Gartenstaedte-sind-ein-oekologisches-Desaster.html) kann ich dir aber jetzt schon sagen - 1.) Linz ist kein "Stadt in der Wüste"... 2.) Wir haben eh nicht vor, Linz in Villenlandschaften aufzulösen... 3.) Über "Wiederentdeckung des Erntens im urbanen Alltag" war eigentlich gar nicht die Rede... 4.) Ob "nicht die angeblichen ,Stadtmonster' viel eher ,Sparstädte' sind, die mit geringen Ressourcen viele Millionen Menschen über Wasser halten, wenn auch unter prekären Bedingungen", würde ich mir ehrlich gesagt gar nicht fragen... Ich werde diese schreckliche Vorstellung, "viele Millionen Menschen in einer Monsterstadt (bzw unter prekären Bedingungen) über Wasser zu halten" von Anfang ablehnen/boykottieren! 5.) "Die Welt" als Informationsquelle?? Sehr fragwürdig... :)
    • Zum Profil von Markus
      Beantwortet: 12. Juni 2015 von Markus
      Hallo Violeta,  

      der Punkt ist natürlich nicht andere Städte zu kopieren.  Aber es gibt ein paar Lektionen und Prinzipien die auch auf Linz anwendbar sind. Es geht letztlich darum Flächen effizient zu nutzen: Keine optischen Lückenbüsser und urban tote Ecken für fünf Hunde und drei Hundehalter.  Keine marode Bausubstanz,  die mitten in der Stadt ein Heim für drei Leute (mit albernen Vorgarten)  bietet,  wenn ein moderner Bau auf der selben Grundfläche locker 50 Familien aufnehmen könnte – schimmelfrei und lärmgedämmt. Linz kann nur noch verdichten,  Grundflächen sind rar.  Die Umlandgemeinden schnüren Linz ein,  weil sie lieber ihr eigenes Süppchen kochen. Die zersiedeln weitgehend planlos vor sich hin.  Linz kann sich das nicht mehr leisten und das ist auch gut so. Dadurch entsteht geballte Urbanität,  intelligente Architektur und Effizienz.  Wer das nicht mag geht auf's Land oder benutzt exzellente Imfrastruktur um dort auszuspannen: über die Brücke Nordportal ab an den See,  in zehn Minuten raus aus Liami ins Pollenimperium.  

      Lg,  Markus
    • Beantwortet: 12. Juni 2015 von BenutzerIn (gelöscht) Bearbeitet 12. Juni 2015
      Ich glaube, ich verstehe was du meinst. Bin aber noch beim reschaschieren... :) Hab grad etwas interessantes entdeckt: <<Dankwart Guratzsch (* 14. Juni 1939 in Dresden) ist ein deutscher Journalist. Einen Namen hat er sich vor allem als Architekturkritiker gemacht.>> -> Dankwart Guratzsch ist eigenlich der Verfasser des fragwürdiges Artikel, sieh -> (http://www.welt.de/kultur/article13809804/Gruene-Gartenstaedte-sind-ein-oekologisches-Desaster.html) - <<Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik in Marburg, München und Hamburg wurde er 1970 an der Philosophischen Fakultät der Universität Hamburg mit "Macht durch Organisation. Die Grundlegung des Hugenbergschen Presseimperiums", einer Dissertation zu Alfred Hugenberg, zum Dr. phil. promoviert. Guratzsch begann Mitte der 1970er Jahre als Feuilleton-Redakteur bei der Tageszeitung Die Welt, wo er sich auf die Fachgebiete Architektur sowie Städtebau und Stadtentwicklung spezialisierte.>> - Das sagt ja schon einiges.., aber die große Überraschung kommt noch... :) Sieh in "Wikipedia" nach (http://de.wikipedia.org/wiki/Dankwart_Guratzsch) <<Bereits bevor dies in anderen Medien aufgegriffen wurde, setzte sich Guratzsch für einen behutsamen Umgang mit dem architektonischen Erbe und für eine Stadtplanung, die sich an den Traditionen des jeweiligen Ortes orientiert, ein. Besonders missfielen ihm die städtebaulichen Entwicklungen in der DDR. In kritischen Artikeln berichtete er über den dortigen Abriss von Altbauquartieren, lehnt Trabantenstädte, Großsiedlungen und Plattenbauquartiere als „roten Städtebau“ ab. Er setzte sich stets für den privaten Hausbesitz sowie für Erhalt und nachhaltige Pflege von Altbauvierteln – vor allem solchen des Historismus aus der Gründerzeit – in West und Ost ein. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR beobachtete Guratzsch argwöhnisch, seine Stasi-Akte umfasst 200 Seiten... Besonders seiner Heimatstadt Dresden, deren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg seinen Blick auf Architektur und Stadtplanung geschärft hatte, ist Guratzsch sein Leben lang verbunden geblieben. Nach dem Fall der Mauer engagierte er sich mit zahlreichen Berichten und Reportagen sowie in verschiedenen Gremien für einen an der Geschichte orientierten Wiederaufbau der Stadt, vor allem auch der Frauenkirche als ihrem Herzstück. Guratzsch ist Miteigentümer von Grundstücken in der Dresdner Neustadt und Mitglied des Vereins Haus & Grund Sachsen. Intensiv begleitete er journalistisch auch den so genannten „Dresdner Brückenstreit“ und das zugehörige Bauvorhaben „Waldschlößchenbrücke“. Er begrüßte die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses. Während der 1980er Jahre befasste er sich im Zuge der Debatte um das so genannte „Waldsterben“ zudem journalistisch mit dem Phänomen der neuartigen Waldschäden und gab das Buch Baumlos in die Zukunft? (1984) heraus, das Fachbeiträge von zwölf Experten – unter ihnen mehrere Forstwissenschaftler – vereinte. Für seine Veröffentlichungen im Sinne des Denkmalschutzes und als Architekturkritiker erhielt Dankwart Guratzsch mehrere Auszeichnungen. So verlieh ihm das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz zwei Mal den Deutschen Preis für Denkmalschutz: 1976 den Journalistenpreis und 1980 die Silberne Halbkugel. Guratzsch ist im Kuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.>>  :))
    • Zum Profil von Markus
      Beantwortet: 12. Juni 2015 von Markus
      Hallo Violeta,

      als fragwürdig würde ich den Artikel nicht bezeichnen, aber er lehrt u.A. die richtigen Fragen zu stellen . Das Guratzsch Denkmalschützer ist, ist für mich kein Problem. Denkmalschutz hat seinen Platz als ein Gesichtspunkt von vielen. Seriöser Denkmalschutz braucht eine methodische Basis, d.h. er muss seine eigene Philosophie und Herangehensweise erklären können. Denkmalschutz mit Käseglockenmentalität rangiert dagegen irgendwo zwischen Peinlichkeit (weil er weder das Wesen einer Stadt noch den Fluß der Zeit berücksichtigt) und Ärgernis (weil er lebenden Menschen im Weg steht und unnötige Unannehmlichkeiten beschert) und ist nur ein Programm um den "Schützern" Prestige, Ich-Wichtigkeit und ein finanzielles Auskommen zu bescheren.  Keine Ahnung wo Guratzsch da beheimatet ist, ich vermute aber das er im Denkmalschutz genauso reflektiert unterwegs ist wie bei allgemeinen stadtphilosophischen Fragen. Ich gehe auch davon aus das die Linzer Denkmalschützer keine Käseglockenmentalität entwickelt haben. Im Fall der Eisenbahnbrücke waren sie ja auch recht pragmatisch unterwegs...

      LG, Markus
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