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QUARTIERMUSEUM "CURT KÜHNE"

Eingereicht: 11. Juni 2015 in Hafen - Kultur & Events von lentos benthos geschlossen 25. August 2015 von admin
Die Sintstraße wurde in den Jahren der Zwischenkriegszeit als Arbeitersiedlung errichtet und von Stadtbaumeister Curt Kühne geplant. Eine besondere Leistung in schwierigen Zeiten. Seit Jahrzehnten wurde die Sintstraße von der Stadt im Stich gelassen. Ohne Denkmalschutz dieser historischen Anlage wäre hier schon vieles platt gemacht, die Geschichte der Häuser und der wertvolle Grünraum verloren gegangen. Die Frage ist ob der Denkmalschutz auf das Ensemble ausgelgt ist, bzw. wie im Detail aussieht. Einige Menschen in meinem Umfeld könnten sich vorstellen in den Häusern zu wohnen- im Inneren der Häuser könnte man Zimmer zu einer größeren Wohnung zusammen legen. Es gäbe sicher Möglichkeiten eine Wohbauförderung für Sanierung vom LAnd gengehmigt zu bekommen....um auch ein günstigeres Wohnen zu gewährleisten..

Meine Ideen dazu wären:

- endlich einen internat. Arch. Wettberwerb auszuschreiben--> Denn diese Siedlung ist einzigartig in Europa.
- eine Mischnutzung
- Entwürfe der Kunstuni ernst nehmen, ein Konzept einer Studentin wurde vom Denkmalamt als umsetzbar deklariert.
- Künstleratelliers
- Regionaler Nahversorger "Greisslerei" mit frischen biologisch produzierten Waren in einem der Häuschen unterbringen.
- MUSEUM "Kurt Kühne" in 2-3 Häusern... Skizzen, Modelle, Photos, Pläne der Stadtplanung von Kurt Kühne;
   mit Aufarbeitung der Linzer Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit. Architektur zum Begreifen, zum Anfassen. Kurt Kühne hat in Linz einiges gebaut:
      u.a. das PARKBAD; die VOLKSKÜCHE; die DIESTERWEGSCHULE.... hier könnte sich Linz kulturell neu im Hafen positiionieren! Längst fällig!
    Könnte auch als WOHNMUSEUM lt. Stadler kombiniert werden.
- Qualität der Freiräume, alter Baumbestand unbedingt beibehalten.

TIP:
Interviews rund um die Sintstraße im aktuellen Hafenmagazin Treib.Gut: http://issuu.com/lentosbenthos/docs/treibgut_ausgabe4_lowres

aktuelle Adresse: Sintstraße 17

    2 Kommentare

  • Zum Profil von Markus
    Kommentiert: 11. Juni 2015 von Markus
    Das Problem ist: Das Bessere (moderne Wohnungen und Verdichtung) schlägt das Gute (Curt Kühnes Werk in dem Fall).

    Man hat zwei grundsätzliche Optionen:

    a) Stadt: Wächst und verändert sich ständig, permanente Anpassung und Erneuerung. Dient den jeweils lebenden Generationen.

    b) Museums-Stadt: alles ist konserviert, Veränderung minimal und streng reguliert. Dient als Denkmal an die Leben vergangener Generationen, die Bedürfnisse lebender Generationen sind dagegen sekundär. Touristen und Historiker stehen drauf.

    Der Vorschlag des "Quartiermuseums" schlägt mir etwas stark zu b) aus und passt nicht wirklich zu dem, was man augenscheinlich aus dem Hafenviertel machen will. D.h. nicht das man alles planieren muss, aber die Käseglocke sollte man auch besser in der Küche lassen. Curt Kühnes Werk sollte man dagegen voll digitalisieren und meinetwegen auch holographisch für die Nachwelt erhalten. Die Chancen stehen gut das sich das länger halten würde als die baulichen Originale ;-)

    LG, Markus
    • Beantwortet: 12. Juni 2015 von BenutzerIn (gelöscht) Bearbeitet 16. Juni 2015
      Lieber Markus, hier MUSS ich dir leider widersprechen! Bin ebenfalls ein "innovativer Geist" und das schätze ich sehr in dir... ABER dein Standpunkt zu diese Idee ist grundsätzlich falsch und ist leider nicht so zukunftsorientiert, wie du glaubst... :/ Bitte, sieh hier:
      1.) "Grünland" http://www.linz.at/zahlen/010_Stadtgebiet/015_Flaechen/GRUENWALD14.html ;
      2.)  "Bauland" http://www.linz.at/zahlen/010_Stadtgebiet/015_Flaechen/BAULA14.html ;
      3.) "Verkehrsflächen" http://www.linz.at/zahlen/010_Stadtgebiet/015_Flaechen/VERKF14.html
      Diese 3 Stadtkarten, sagen viel mehr als tausend Worte... Findest du nicht?
      "Das Bessere" - moderne Wohnungen, ist in dieser Fall eben NICHT das Bessere! Und glaub mir ich weiss wovon ich rede - ich wohnne ja (schon seit 11 Jahre) in Franckviertel... :(
    • Zum Profil von Markus
      Beantwortet: 12. Juni 2015 von Markus
      Hallo Violeta,

      diese drei Stadtkarten sagen nur aus das es sich hier um eine städtische Kernzone hoher Dichte handelt. D.h. auch: Platz ist besonders kostbar und eine gewisse Dichte der Verbauung wünschenswert. Auch ist zweifelhaft ob dort der richtige Platz ist halbe Stadtteile zu konservieren - dort wollen und sollen Menschen leben. Und diese werden auch nicht mit veralteten Substandard-Wohnungen froh. Wohnen im Museum ist weniger cool als es sich anhört.

      Hier zwei kritische Artikel/Kommentare zu Prinzipien der Stadtentwicklung, auf die du vielleicht anspielst (du scheinst ja aus den Stadtkarten ein Defizit abzuleiten obwohl du das nicht begründest):

      "Die Kompaktheit und Dichte der Städte darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Wer die Nachhaltigkeit und den ökologisch-klimatischen Ausgleich auf seine Fahnen schreibt, muss sich im Klaren sein, dass die Auflockerung der Städte gegen die übergeordneten ökologischen Einsparziele verstößt.

      Die aufgelockerte, durchgrünte Stadt ist eine Irrlehre des 20. Jahrhunderts, mit der die Städte, wie propagiert wurde, menschlicher gemacht, tatsächlich aber aufgelöst werden sollten. Man wollte Licht, Luft, Sonne in die Steinwüsten bringen und auf diese Weise gesunde, hygienische, ländliche Wohnverhältnisse herbeibauen. Die aus dem Geist der Hygiene und der "Volksgesundheit" erwachsene Idealvorstellung war löblich, in der Konsequenz aber ein Irrwitz. Dass das so ist, weiß man erst heute."

      http://www.welt.de/debatte/kommentare/article138062674/Wir-brauchen-gruene-Staedte-Was-fuer-ein-Unsinn.html

      Und warum ich immer von Verdichtung rede:

      "Nicht das Stadtgrün, sondern die städtische Dichte entscheidet darüber, wie viel Energie in einem Siedlungsgebilde gespart oder verpulvert wird.

      Im Vergleich zu Hongkong , der am höchsten verdichteten Stadt der Welt, ist der Ölverbrauch im lockerer bebauten Berlin dreimal so hoch, in den noch weiter ausufernden Städten Paris, Hamburg und Zürich sechsmal so hoch, im Siedlungsbrei von Melbourne zwölfmal und im durchgrünten Los Angeles 18-mal so hoch.

      Zu der Aufstellung von Herzog trägt Ribbeck selbst einen Aspekt bei, der die Bedeutung der Dichte unterstreicht: Mit 18 Millionen Einwohnern ist Mexiko Stadt eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt, mit 1300 Quadratkilometer Siedlungsfläche aber kaum größer als Berlin, das nur 3,5 Millionen Einwohner zählt. Dass sich aus einer solchen Verdichtung immense Einspareffekte ergeben, liegt auf der Hand."

      http://www.welt.de/kultur/article13809804/Gruene-Gartenstaedte-sind-ein-oekologisches-Desaster.html

      Der Trick ist urbane Räume hoher Dichte mit guter Lebensqualität und exzellenter Infrastruktur zu schaffen - letztere auch so das man mit Rad, Öffis oder nur dem Muskel-Skelettsystem viele relevante Ziele erreichen kann. Da sind all die kleinen Punkthäuschen, Niedrigbauten und veralteten Gebäudestrukturen eher ein Hindernis, speziell wenn sie an Brennpunkten der Stadtentwicklung verankert sind.

      Hat man so einen modernen urbanen Raum hoher Dichte, ergeben sich daraus Einsparungen was Fläche (weniger Zersiedelung, mehr intakte Naturräume!), Energie und Verkehr angeht. Daher: Stapeln was man stapeln kann, Bausubstanz erneuern und optimieren. Keine Tabus - Bauwerke überleben eh nur dauerhaft, wenn sie nützlich bleiben oder aus purem Zufall. Kein Denkmalschutz kann dauerhaft irgendwas schützen.    

      LG, Markus
  • Kommentiert: 12. Juni 2015 von BenutzerIn (gelöscht) Bearbeitet 30. Juli 2015
    Hallo! Du hast meine volle Unterstützung für diese Idee!!! Sie werden aber diese Idee bzw unsere Meinung darüber leider nicht ernst nehmen... :( Ich hab das Gefühl, dass sie dort schon längst eine neue Siedlung/Wohnhäuser geplant haben.. :((
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