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Neues Stadtviertel: Wichtigste Zutat "Mensch"

Zum Profil von Markus
Eingereicht: 29. Mai 2015 in Hafen - Wohnen & Leben von Markus geschlossen 18. August 2015 von Mein Linz
Meine Idee:

Ergänzung des Projektes um ein signifikantes Wohn-Hochhaus.

Herleitung:

Eine der wichtigsten Ressourcen ist Fläche, ganz besonders im Hafenviertel. Wenn immer möglich sollten Bauten daher in die Höhe gehen. Definitiv ist das der Fall bei Wohnungen, die im Prinzip ohne Qualitätsverlust stapelbar sind (mehr noch: Wohnungen weiter oben erzielen bessere Preise). Alles unter acht Stöcken ist in einer Stadt wie Linz schlicht Platzverschwendung, Verdichtung ist angesagt.

Wie lebendig ein Stadtviertel wird hängt damit zusammen ob und wie viele Menschen dort unmittelbar wohnen. Sonst wird es spätestens nach Dienstschluss zu toter Architektur. Ob die Kulturbetriebe genug Menschen dorthin locken um es tagtäglich am pulsieren zu halten ist nicht sicher, zudem können auch die Kultureinrichtung von Bewohnern im unmittelbaren Nahbereich profitieren.

Der Masterplan sieht viel Kultur und Büros vor, aber wenig vor Ort lebende Menschen.  Wohnen und Arbeit sollte unbedingt wieder mehr zusammengeführt werden.  

Meine Idee sieht ein Hochhaus mit ca. 80 Metern Gesamthöhe vor. Da gehen locker 100 Wohnungen oder mehr rein. Die primäre Zielgruppe sind Singles mit Vorliebe für einen urbanen Lebensstil.  In den oberen Stockwerken finden sich Eigentumswohnungen, die unteren ca. 15 Stockwerke beherbergen Mietwohnungen verschiedener Preiskategorien. Ganz oben kommt eine Sky-Bar rein. Die Lifte liegen außen am Gebäude und ermöglichen mit Glaskabinen eine spektakuläre Aussicht (ähnlich Wissensturm).   

Im Anhang:

Visualisierung (jpg)
Dokumente:
HafenCity1.jpg
Hafen2.jpg

    3 Kommentare

  • Kommentiert: 29. Mai 2015 von Josef Siligan Bearbeitet 30. Mai 2015 von Josef Siligan
    Sehr geehrter Markus,

    Danke für den Vorschlag und insbesondere für die anschauliche Visualisierung. Nachdem sich ihre Idee im Projektgebiet des "Masterplan Hafen Linz" befindet, möchte ich Ihnen dazu eine Rückmeldung geben.
    Wir haben uns im Projektteam bei der Erstellung des "Masterplan Hafen Linz" auch mit dem Thema Wohnen auseinandergesetzt. Dies erfolgte einerseits, um die Untersuchungen möglichst umfassend zu halten und andererseits aufgrund der unbestrittenen Qualität, die das Wohnen am Wasser bietet.

    Grundsätzlich ist dazu festzuhalten, dass sowohl die aktuelle Flächenwidmung als auch das örtliche Entwicklungskonzept (ist über folgenden link hoffentlich erreichbar: http://www.linz.at/leben/39983.asp und vergleiche dazu auch den Punkt "Vorgaben" des Themenbereichs) keine Wohnnutzung im Hafen vorsehen.

    Trotz dieses bestehenden Widmungskonflikts für „Wohnen am Hafen“ wurde das Hafenareal unter den realen Bedingungen auf eine Tauglichkeit für Wohnbebauung spezifisch beleuchtet. Wir untersuchten also Thema losgelöst von der aktuellen Flächenwidmung und dem gültigen örtlichen Entwicklungskonzept.

    Der Handelshafen Linz ist ein funktionierender Wirtschaftsknotenpunkt im oberösterreichischen Zentralraum. Dazu zählt nicht nur der unmittelbare Hafen, sondern vor allem auch die in diesem Bereich ansässigen erfolgreichen Unternehmen wie zB ÖSWAG, Plasser&Theurer, ssc, die Mineralölindustrie und noch viele mehr, die von den beschränkenden Einflüssen einer Wohnbebauung (zB: Lärm, ...) massiv betroffen wären.
    Zusätzlich noch einige Zahlen zum Hafen als Logistikdrehscheibe:
    Trotz der Wirtschaftskrise haben wir in den Geschäftsjahren  2012 bis 2014 mit 1,95 Mio. t (2012), 2,03 Mio. t  (2013) und 2,20 Mio. t (2014) Rekordmengen an transportierten Gütern auf der Anschlussbahn Hafen Linz. Auch 2015 rechnen wir mit einer weiteren Steigerung der Transportmengen.

    Das sind nur zwei Aspekte, die in unseren Überlegungen dazu geführt haben, Wohnbebauung auch unabhängig von den oben angeführten rechtlichen Aspekten für das unmittelbare Hafengebiet auszuschließen und diesbezüglich auf die nahegelegene Sintstraße bzw. das schon verbaute Areal des Winterhafens zu verweisen.
    Unter Maßgabe der realen und formalen Rahmenbedingungen soll sich der Hafen als Wirtschaftsknotenpunkt unter Berücksichtigung von städtebaulichen Aspekten weiterentwickeln.

    Ich hoffe, Ihre Anregung beantwortet zu haben und verbleibe
    mit besten Grüßen

    PS: es tut mir leid, dass die Antwort so lange ausgefallen ist. Sie zeigt aber hoffentlich die Intensität, mit der wir das Thema beleuchtet haben.

    PPS: unser Ziel ist es, für die bestehenden und zukünftigen Mitarbeiter, Besucher und Anrainer des Hafenviertels auch gastronomische Angebote zu schaffen.

    Edit: link korrigiert
    • Zum Profil von Markus
      Beantwortet: 30. Mai 2015 von Markus
      Sehr geehrter Herr Siligan,

      vielen Dank für die ausführliche Antwort. Diese Art Hintergrundinformationen interessieren mich sehr. Auch ich habe mich gefragt ob eine Wohnnutzung dort möglich ist; keinesfalls will man das Wirtschaft und Anreiner sich in die Quere kommen. Auch etwaige Sicherheitsaspekte mit der Hafenbahn usw. könnten da relevant werden.

      Instinktiv hätte ich eine Wohnnutzung nicht kategorisch ausgeschlossen, da Wohnen und Industrie heute sicher viel besser zusammengeht als noch vor ein paar Jahrzehnten. Die Industrie hält schon hohe Standards ein, was Emissionen, Schallschutz und Sicherheit angeht. Umgekehrt hat auch der Wohnbau mit Schallschutzfenstern, Belüftungssystemen uvm. gewaltig aufgerüstet.

      Aber gut: Was nicht geht, geht halt nicht.

      LG, Markus
    • Beantwortet: 29. Juni 2015 von Katharina
      Insgesamt halte ich die Idee "Wichtigest Zutat Mensch" für ausgezeichnet und essentiell für ein "funktionierendes" Stadtviertel. Auch wenn der Hafen aus vielerlei Gründen als direktes Wohngebiet nicht geeignet ist, sollte man die Idee insofern weiter verfolgen, als dass man die Funktionen (Wohnen - Arbeiten - Freizeit) verbindet!

      Vielleicht, indem man eben:
      - für interessante (Freizeit) als auch nachfrageorientierte (Nahversorgung z.B. für Mittagspause oder nach der Arbeit, hat man schon an Kinderbetreuung oder Ärzte gedacht?) Infrastruktur sorgt
      - das Viertel mit den angrenzenden Wohngebieten verschränkt (nochmal: Freizeitangebot und Dienstleistungsangebot, aber auch öffentlicher Verkehr,...) und dieses vielleicht noch verdichtet?

      Das Potential des Hafenviertels ist enorm! Wichtig erscheint mir, dass es nicht isoliert (also etwa fokussiert auf die Wirtschaft) weiter entwickelt wird. Also, danke für die Idee! :-)
  • Kommentiert: 2. Juni 2015 von helgafreizeit
    Leider ist bereits eine Riesenchance zur Belebung des Hafengebietes daneben gegangen nämlich am Winterhafen - Donaupromenade, die eine lieblose "Geisterstadt" geworden ist!
    • Zum Profil von Markus
      Beantwortet: 2. Juni 2015 von Markus
      Ist das so? Ich muss mir mal genauer ansehen was sich da tut.
    • Beantwortet: 3. Juni 2015 von helgafreizeit
      ja leider ist das nur eine Wohnburg geworden wo man kaum Menschen sieht, ursprünglich waren u.a.  eine Promenade mit Cafe, Nahversorger und Geschäft geplant, nichts ist daraus geworden, anscheinend waren die Bewohner dagegen, aber so was darf nicht mehr passieren, die Promenade war von Anfang an so geplant mit Cafe usw. Dann dürfen halt nur welche dorthin ziehen, die das auch akzeptieren sonst wird das nie was. Das gleiche Problem sehe ich schon am Hafen.
    • Beantwortet: 8. Juni 2015 von rougho
      ja, stimmt. Geisterstadt trifft es ganz gut.
      Aber die Frage ist warum dort keine Menschen hinziehen (wollen)?
      Sind es Immobilienentwickler mit überzogenen Preisorstellungen?
      Die Verkehrsinfrastruktur?  
      Das Angebot an Nahversorgern und anderen Geschäften?
      Gastronomie und Nahversorger siedeln sich meist an, wenn ein Überleben durch Kundenstrom vorhanden ist - derzeit sicher nicht.
    • Zum Profil von Ingrid Gutenbrunner
      Beantwortet: 28. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner versteckt 28. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner
      Liebe Helga,

      das kann ich nur bestätigen: als wir unlängst am Winterhafen waren, hab ich mir auch die neuen Häuser angeschaut und auf die Atmosphäre am Winterhafen geachtet.
      Du hast recht, es waren kaum Menschen zu sehen und auch im Hafenareal selbst geht es recht beschaulich zu. Manche Gebäude und Stege wirken schon ein bisschen verlassen, ungepflegt. Ganz das Gegenteil von den Hafenvierteln, die ich aus dem Urlaub kenne. Dort spielt sich das Leben ab: Leute flanieren am Abend am Wasser entlang, in den guten Fischrestaurants wird beim Essen geredet und gelacht. Die Kinder laufen herum und die Bootsbesitzer sitzen an Deck. Es herrscht gute Stimmung und entspannte Betriebsamkeit. Sicher ist das auch ein Ausdruck des Urlaubsgefühls. Aber es wird auch einiges an Infrastruktur geboten, um dies zuzulassen.
      Leider habe auch ich den Eindruck, dass in diese Richtung zu wenig geplant ist und dann die wenigen Anbieter ums Überleben kämpfen müssen, weil zu wenig Menschen diesen Ort aufsuchen werden. Auch mir schwebt, genau wie Markus, ein belebter, bewohnter und VOLLWERTIGER Stadtteil vor, an dem es sich "abspielt". Nur so ist gewährleistet, dass man auch hinfährt oder als Bewohner das Angebot vor Ort nützt. Siehe auch https://meinlinz.at/?qa=189/restaurant-hotel-bootshaus-mit-bootsanlegesteg.

      Also hoffen wir das Beste!

      LG,
      Ingrid
  • Zum Profil von Ingrid Gutenbrunner
    Kommentiert: 28. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner Bearbeitet 28. Juni 2015 von Ingrid Gutenbrunner
    Lieber Markus, liebe Helga,

    den Eindruck, dass bei der Realisierung des Wohnprojektes Winterhafen etwas schiefgegangen ist, kann ich nur bestätigen: als wir unlängst am Winterhafen waren, hab ich mir auch die neuen Häuser angeschaut und auf die Atmosphäre am Winterhafen geachtet.
    Helga, du hast recht, es waren kaum Menschen zu sehen und auch im Hafenareal selbst geht es recht beschaulich zu. Manche Gebäude und Stege wirken schon ein bisschen verlassen, ungepflegt. Ganz das Gegenteil von den Hafenvierteln, die ich aus dem Urlaub kenne. Dort spielt sich das Leben ab: Leute flanieren am Abend am Wasser entlang, in den guten Fischrestaurants wird beim Essen geredet und gelacht. Die Kinder laufen herum und die Bootsbesitzer sitzen an Deck. Es herrscht gute Stimmung und entspannte Betriebsamkeit. Sicher ist das auch ein Ausdruck des Urlaubsgefühls. Aber es wird auch einiges an Infrastruktur geboten, um dies zuzulassen.
    Leider habe auch ich den Eindruck, dass in diese Richtung zu wenig geplant ist und dann die wenigen Anbieter ums Überleben kämpfen müssen, weil zu wenig Menschen diesen Ort aufsuchen werden. Auch mir schwebt, genau wie dir, Markus, ein belebter, bewohnter und VOLLWERTIGER Stadtteil vor, an dem es sich "abspielt". Nur so ist gewährleistet, dass man auch hinfährt oder als Bewohner das Angebot vor Ort nützt. Siehe viele weitere Ideen (nur eine Auswahl) zur Belebung:
    https://meinlinz.at/?qa=189/restaurant-hotel-bootshaus-mit-bootsanlegesteg ,
    https://meinlinz.at/?qa=297/markthalle-mit-zus%C3%A4tzlichem-angebot ,
    https://meinlinz.at/?qa=274/schlechtwetterprogramm ,
    https://meinlinz.at/?qa=95/werkstadt-linz ,
    https://meinlinz.at/?qa=196/uferpromenade-mit-gastronomie ,
    https://meinlinz.at/?qa=108/fleischmarkthalle-wiederbeleben

    Also hoffen wir das Beste!

    LG,
    Ingrid
    • Beantwortet: 1. Juli 2015 von Andreas Gäbler
      Ein paar Anmerkungen zu diesem sehr interessanten Thread:

      Noch in den 90er-jahren ist man davon ausgegangen, dass der Hafen selbst und die umliegenden Betriebe einem sukzessiven Schrumpfungsprozess unterliegen werden. Daher hat man damals im örtlichen Entwicklungskonzept im nördlichen Bereich (Winterhafen, nördlicher Teil des Hafens) eine Umnutzung in "umfeldverträgliche Nutzungen" als Zielsetzung formuliert. Es gab also durchaus die Idee, weg vom "harten" Gewerbe in Richtung Dienstleistungen, eventuell auch Wohnen zu gehen.
      Die Schrumpfungsprozesse haben nicht stattgefunden, im Gegenteil - der Hafen und auch die angrenzenden Betriebe blieben an ihrem Standort und erfreuten sich einer sehr positiven Entwicklung. Eine Ausnahme bildet der Winterhafen, wo eben eine Wohnbebauung stattfand.
      Im neuen Entwicklungskonzept, das 2013 vom Gemeinderat beschlossen wurde, wurden die Umnutzungen heraus genommen und im Grunde die bestehende Struktur festgeschrieben.
      Jedoch sind ein paar Gedanken, die hier schon genannt wurden, auch in den Zielsetzungen zum ÖEK enthalten:
      z.B.  sollen die Querverbindungen für FußgängerInnen und RadfahrerInnen aus dem Bereich Winterhafen in Richtung Stadtzentrum verbessert werden, auch an eine bessere städtebauliche Verknüpfung ist gedacht.
      Des weiteren sollen die einzigen tatsächlichen Wohngebiete in diesem Stadtteil - rund um den Bereich Sintstarße - verdichtet werden. Zuletzt sei noch angemerkt, dass etliche Punkte, die hier angeregt wurden,  auch im Masterplan Hafen Linz Berücksichtigung finden. So soll ja im zentralen Bereich eine "Kulturachse" entstehen, neben Kultureinrichtungen wäre hier Platz für Dienstleistungen, Handel, Cafés etc, die zu einer Belebung des ganzen Stadtteils führen könnten.
    • Zum Profil von Ingrid Gutenbrunner
      Beantwortet: 1. Juli 2015 von Ingrid Gutenbrunner
      Sehr geehrter Herr Gäbler,

      danke für die Ausführungen. Tatsächlich halte ich das Angebot von Dienstleistungen für enorm wichtig, weil das alleinige Angebot von Kultur, wenngleich sicher sehr interessant und wichtig, glaub ich zu wenig für eine echte Belebung wäre.

      Beste Grüße
      Ingrid Gutenbrunner
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